Lektüreliste

Leigh Bardugo, Siege and Storm. The Grisha Trilogy 2, New York 2013, E-Book:

Ich las diesen Teil bewusst über mehrere Tage verteilt. Seit Monaten habe ich zum ersten Mal wieder einen Roman gelesen. (Juli 2021)

Alina hat die Macht, Königin von Ravka zu werden. Verschiedene Männer versuchen, sie für ihre Zwecke zu nutzen, auch, sie zu verführen. Einerseits dürstet sie nach der Macht ihrer magischen Fähigkeiten, einerseits steckt in ihr noch immer das arme, bäuerliche Waisenkind, das kaum Beachtung fand. Plot und Stoff bieten bisher keine großen Überraschungen: Kampf um Macht, Kampf zwischen Gut und Böse, Kampf um die Liebe. Die Heldin ist jung, aber immerhin auch vor der Entdeckung ihrer Magie fähig in anderen Bereichen. Was mich zur Lektüre bewog, war die Ankündigung, dass Ben Barnes in der Serienadaption eine Rolle spielen würde, und das Russische (Zaren-)Reich als Hintergrund für die Story. Ich werde auch den dritten Teil lesen.

[Titel, die ich nicht notierte]

Leigh Bardugo, Shadow and Bones. The Grisha Trilogy 1, E-Book

Kim Ligget, The Grace Year, Dressler Verlag, Hamburg 2020, aus dem amerikanischen Englisch übersetzt von Birgit Salzmann, 412 Seiten:

Dieser Roman ist den Töchtern dieser Welt gewidmet und denjenigen, „die sie achten“. Er erinnert an Margaret Atwoods „The Handmaid’s Tale“, an William Goldings „Lord of the Flies“ – und die Protagonist*innen kämpfen ähnlich wie in „The Hunger Games“ um ihr Überleben. An manchen Stellen erschien mir die Erzählung als lückenhaft. Doch die Botschaft ist nicht nur klar, sondern insgesamt gut verpackt: Frauen dieser Welt – arbeitet zusammen, seid gut zueinander! Liebe Leser*innen: Don’t judge a book by its cover.

E. L. James, The Mister,

Royally Enowed,

Royally Matched,

Royally Screwed,

Andrzej Sapkowski, Der letzte Wunsch,

Eragon,

Sandra Regnier, Die Flammen der Zeit. Die Zeitlos-Trilogie, Carlsen, Hamburg 2016, E-Book:

Sandra Regnier, Die Wellen der Zeit. Die Zeitlos-Trilogie, Carlsen, Hamburg 2015, E-Book:

Sandra Regnier, Das Flüstern der Zeit. Die Zeitlos-Trilogie, Carlsen, Hamburg 2015, 431 Seiten:

Katie MacAlister, Prinzessin ohne Furcht und Tadel. Noble-Serie, LYX/Egmont, Köln 2015, aus dem Englischen übersetzt von Britta Lüdemann, 381 Seiten:

Penny Reid, Time: Laws of Physics 3. Hypothesis-Series, 2019, E-Book:

Penny Reid, Space: Laws of Physics 2. Hypothesis-Series, 2019, E-Book:

Penny Reid, Motion: Laws of Physics 1. Hypothesis-Series, 2019, E-Book:

Kelly Jamieson, Play to win. Wynn Hockey 1, 2019, E-Book:

Kim Grey, Der Millardär und die Schauspielerin: (Schein-)Verlobte gesucht 1, 2016, E-Book:

Ich hoffte auf eine starke Frauenfigur, die vielleicht aus finanziellen Gründen die Verlobte spielt oder weil sie Bock auf den Typen oder das Spiel hat. Doch was gibt es hier zu lesen? Eine Kellnerin, von der es heißt, sie mache eigentlich Stand-up-Comedy, wird als Schauspielerin von einem reichen, „eleganten“ Mann eingestellt, neun Tage lang seine Verlobte zu spielen, weil seine Familie sich so sehr danach sehne, ihn vergeben zu sehen. Ja, seine Schwester habe ihn gar bei einer Online-Dating-Plattform angemeldet und diese ganzen Anrufe und Dates seien ja so was von anstrengend. Sie ist sofort von seiner sanften, männlichen Schönheit hin und weg. Er von ihrer Andersartigkeit, ihrer Wildheit, aber halt, das weiß ich ja noch gar nicht. Ein Schmarrn mit Zeichensetzungsfehlern, erzählerischen Fehlern (widersprüchliche Zeitangaben, Wissen ums Alter, ohne dass dieses zuvor Thema war) und flachen Figuren, Sexszenen wie aus dem Baukasten – und das auf mehrere, kaum noch als kurz zu bezeichnende Bände verteilt. Bei Amazon gibt es dafür trotzdem noch 3, gar 4 Punkte …

Lauren Layne, Someone like you. An Oxford Novel, New York 2016, E-Book:

Sophie Love, Love like this. The Romance Chronicles 1, 2016, E-Book:

Eine Frau fliegt von New York nach Irland zu einem Liebes-Festival und lässt dafür ihren Freund zurück, der mit ihr am nächsten Tag zur Hochzeit seiner Schwester gehen wollte. Sie findet in Irland trotz ihres anfänglichen Zynismus eine neue Liebe. Die Protagonistin ist mir unsympathisch. Das Problem, das der neuen Liebe im Weg stehen soll, ist schlecht konstruiert. Der Autorin gelingt es zudem nicht, Irland und das Festival der Liebe im Geiste lebendig werden zu lassen. Immerhin: In diesem Roman ist der Mann derjenige, der erst wenige Sexpartner hatte, lange keinen Sex mehr hatte, an die große Liebe glaubt und zuerst die Beziehung will. Beginn einer Reihe, in deren weiteren Bänden die Protagonistin noch unzählige andere große Lieben hat. Die habe ich nicht gelesen.

Christa McHugh, Heiße Küsse à la carte. Die Kelly Brüder 1, aus dem Englischen übersetzt von Werner Wenzel, 2015, E-Book:

Eine Frau führt ein Restaurant, dessen Räumlichkeiten sie gepachtet hat. Sie trifft bei einem arrangierten Abendessen, das sie zubereitet, auf den Verwalter des Gebäudes und die beiden beginnen eine Beziehung. Problem: Er will das Restaurant an einen bekannteren Koch verpachten. Meine Probleme: Erzählerische Fehler – Ist die Mutter bei der Fahrt zum Essen noch dabei, spielt sie bei der Ankunft kaum noch eine Rolle und wird beim Essen ebenso selten erwähnt -, ein einfacher und dabei schlecht konstruierter Plot – sie lernen einander kaum kennen, stürzen sich in eine Beziehung, obwohl sie noch mit den Problemen aus der letzten zu kämpfen hat -, Tippfehler, keine Tiefe, keine Spannung, keine greifbaren Figuren. Keine gute Unterhaltung. Aber auch kein Euro, den ich dafür ausgeben musste. Eine Reihe, die darauf basiert, dass es unzählige, natürlich herausragend begabte Söhne gibt.

Virna DePaul, Mit dem falschen Bruder im Bett. Mit den Junggesellen im Bett 1, 2014, E-Book:

Melina fordert ihren besten Freund dazu auf, ihr zu zeigen, wie frau einen Mann im Bett glücklich macht, überzeugt davon, sie sei für die unbefriedigenden Beziehungen ihres Lebens verantwortlich und müsste sich ändern, um eine glückliche Beziehung führen zu können. Ihr Buddy lässt jedoch seinen Zwillingsbruder in das Hotelzimmer laufen, der nur zu gern bereit ist, die Frau, die sich ihm da fast blind anbietet und die er seit Teenagerzeiten liebt, im Bett zu beglücken. Erfreulicherweise sind nicht nur die Sexszenen unterhaltsam. Es gibt einige kluge Gedanken zur Selbstwahrnehmung von Frauen, die Verwechslung wird schnell aufgelöst, die Liebe der beiden ist klar und nachvollziehbar. Doch die nachfolgenden Probleme – Wer gibt was auf, damit sie zusammen sein können? – werden zu schnell und zu platt abgearbeitet. Natürlich gibt es Folgebände, die unter anderem den hier noch ungebundenen Zwilling zum Helden machen.

Marriage for one,

Big Rock,

Hollywood Inkognito,

Nicht mein Märchen,

Stephanie Laurens, Ein widerspenstiges Herz, Blanvalet, München 2014, aus dem Englischen übersetzt von Firouzeh Akhavan, 543 Seiten:

Ein Viscount, der erst kürzlich seinen Titel erbte, versucht eine Frau für sich zu gewinnen, die nicht heiraten will. Er braucht in seiner Position eine angemessene Ehefrau, sie wird ihm von seiner Tante empfohlen. Sie ist finanziell abgesichert, sehnt sich nicht nach Kindern, nicht nach einem Ehemann. Sie will ihre Unabhängigkeit verteidigen. Stephanie Laurens schreibt Liebesromane über starke und gute Männer, die sich in starke und gute Frauen verlieben. Die ungleich verteilten sexuellen Erfahrungen gehören wohl zum Genre dieser historischen Romanzen. Immerhin kümmert sich der Held auch um die seelische Gesundheit der Heldin und wird ihr Partner, nicht nur ihr Eroberer. Der Roman ist Teil einer Reihe.

Der Sprachabschneider:

Anne Frank Tagebuch. Fassung von Otto H. Frank und Mirjam Pressler, Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 2008, aus dem Niederländischen übersetzt von Mirjam Pressler, 316 Seiten:

Vi Keeland, Belong to you. Cole I, EverAfterRomance, 2013, E-Book:

Vi Keeland präferiert den dominanten, sexuell höchst erfahrenen Mann in ihren Romanen. Dem gegenüber steht das nette Mädchen mit wenig Erfahrung im Bett. Auch in diesem Roman ist die Hauptfigur musikalisch interessiert; dieser Teil der Story ist hier deutlich besser ausgeschmückt. Eine Frau lernt in ihren Flitterwochen, die sie nach der Trennung vom untreuen Verlobten mit ihrer besten Freundin verbringt, einen Mann kennen, der sie umhaut. Was als Urlaubsbekanntschaft geplant ist, entwickelt sich schnell zur großen Liebe. Ich halte es für naiv und gefährlich, mit einem Unbekannten ohne Kondom zu schlafen, nur weil beide sich gegenseitig sagen, dass sie getestet und sauber seien. Doch Keelands Fokus auf die eine große, alles verändernde Liebe lockt zum Verweilen und Verschlingen auch dieser Reihe.

Vi Keeland, Beautiful Mistake, EverAfterRomance, 2017, E-Book:

Eine Studentin verliebt sich in ihren Professor. Der erinnert an Christian Grey, ist nicht ganz so gebrochen, sympathischer, aber leider unausgegoren gezeichnet. Seine Rückblenden gehören zu den besten Stellen im Roman. Rachel, aus deren Sicht die Handlung vor allem erzählt wird, hat interessante Züge, die aber auch vor allem als Beiwerk zum eigentlichen Kern dieser Geschichte dienen und ebenfalls nicht gut ausgestaltet sind. Es geht um zwei Menschen, die einander von Beginn an anziehen; der eine tut so, als wolle er nicht, obwohl er umso mehr will. Die eine ist jünger und begeistert von dem, was er ihr zu bieten hat. Leichte, unterhaltsame Kost mit Tiefe an passenden Stellen.

Bianca Iosivoni, Soul Mates. Flüstern des Lichts, Ravensburger Buchverlag, Ravensburg 2017, 465 Seiten:

Licht und Dunkelheit kämpfen um ein 19-Jähriges (!:-)) Mädchen in einer amerikanischen Kleinstadt, in der es mehr besondere Wesen gibt, als die fantasybegeisterte Heldin es je in Erwägung gezogen hätte. Zudem erschwert ihr auch ihre Vergangenheit eine glückliche Gegenwart. Ihr Märchenprinz ist natürlich auch besonders, ein Anführer, dem es etwas an Tiefe fehlt. Auch die anderen Figuren sind etwas unscharf. Dieser erste Band eines Zweiteilers ist dennoch ob der Verquickung von realen und fiktionalen Problemen und einer Liebesbeziehung, in der die Frau nicht ständig vom Mann gegängelt wird, recht unterhaltsam.

Dara Joy, Die schwarze Rose (Historical Special), CORA, Hamburg 2000, aus dem Englischen übersetzt von Vera Möbius, 256 Seiten:

In diesem Groschenroman (kostete aber immerhin fast 10 DM!:-)), den ich zum ersten Mal als Teenager las und den ich danach immer wieder zur Hand nahm, geht es um eine junge Aristokratin, die sich schon als junges Mädchen in ihren um zehn Jahre älteren besten Freund verliebt. Sie beschließt, ihn mit einem Trick dazu zu bringen, sie zu heiraten, damit er sich in sie verliebt. Er ist ein Frauenheld, sie eine Jungfrau, natürlich. Das Ganze spielt vor der Kulisse der Verfolgung durch Robespierres Terrorregime, allerdings in sicherer Entfernung in Südengland. Heute glaube ich, noch mehr Ironie hinter dem Humor zu erkennen. Sex, Klischees – Männlein und Weiblein haben aber beide Gefühle, machen sich beide Gedanken und werden beide aktiv.

Meg Cabot, Schattenliebe, Blanvalet Verlag, München 2014, aus dem Englischen übersetzt von Maike Claußnitzer, 383 Seiten:

Meg Cabot, Underworld, Blanvalet Verlag, München 2014, aus dem Englischen übersetzt von Michael Pfingstl, 320 Seiten:

Meg Cabot, Jenseits, Blanvalet Verlag, München 2013, aus dem Englischen übersetzt von Michael Pfingstl, 318 Seiten:

Als 15-Jährige fällt Pierce im Winter in einen Pool und ertrinkt. Als 17-Jährige erinnert sie sich daran, was danach geschah: Sie landete in der Unterwelt und traf auf John, den Wächter dieser Welt. Aus Angst vor seinen Gefühlen für sie und aus Sehnsucht nach ihrer Familie floh sie zurück ins Leben, das seitdem von Psychopharmaka, Psychologen, Scheidung der Eltern, Einsamkeit und Verwirrung geprägt ist. Keiner glaubt ihr, wenn sie von ihren Erlebnissen in der Unterwelt berichtet, weshalb sie sich immer mehr zurückzieht und sich ihre Prioritäten verschieben. Als sie an den Ort zurückkehrt, an dem sie John zum ersten Mal begegnete, gesteht sie sich selbst ein, dass sie ihn liebt. Allerdings geschieht das in Etappen, während sie ihre Familie und ihren neuen Wohnort kennenlernt und dabei gegen Bedohungen irdischer und mythischer Natur kämpft. Guter Anfang, darauf folgt ein verwirrender Handlungsaufbau.

Katharina Seck, Die silberne Königin, Bastei Lübbe, Köln 2016, 364 Seiten:

Lindsey Kelk, Always the Bridesmaid, Harper, 2015, 387 Seiten:

Katie van Ark, The Boy Next Door, Swoon Reads, New York 2015, 347 Seiten:

Samantha Young, Every little Thing (The Hart’s Boardwalk Series, 2), Berkley, New York 2017, E-Book:

Jasmine Guillory, The Wedding Date, Berkley, 2018, E-Book:

Alexa trifft im Hotelfahrstuhl auf Drew, der für das kommende Wochenende eine Begleitung zur Hochzeit seiner Exfreundin braucht. Und weil der Fahrstuhl stecken bleibt, das Flirten darin ihnen so viel Spaß macht und Alexa sich sagt, dass es Zeit ist, einfach mal zu genießen, begleitet sie ihn zu dieser Hochzeitfeier. Ein paar Wochen, viele Flüge und unzählige Beutel Fastfood und Doughnuts später sind sie ineinander verliebt. Dass sie nicht glaubt, gutaussehend zu sein, und dass er annimmt, eine Beziehung mit ihm mache eine Frau letztlich unglücklich, sind zwei Katalysatoren für diese einfache Geschichte mit erwartbarem Happy End.

Jo Berger, Late Summer Hope: Highland Gentleman, E-Book:

Calan ist reich, adelig, wohlhabend,  sieht aus wie Chris Hemsworth als Thor und schleppt reihenweise Frauen ab, von denen er eigentlich nichts hält. Annie verdient sich ihren Lebensunterhalt als Redakteurin und als Pooltänzerin, ist rothaarig, sich ihres Sexappeals durchaus bewusst, allerdings nicht der vollen Wirkung ihres Kleidungsstils, und hilft ihrer älteren, in einer gefährlichen Beziehung lebenden Schwester, wo sie nur kann. Diese beiden Protagonisten kommen abwechselnd als Ich-Erzähler zu Wort und werden erstaunlich lange vorgestellt, wenn man bedenkt, wie schnell sich ihre Beziehung dann entwickelt. Beide fahren körperlich voll aufeinander ab, halten aber menschlich zunächst nichts voneinander. Explizite Sexszenen, in denen der Mann allzeit potent und auf die Bedürfnisse der Frau konzentriert erscheint, während sie sich selbst zur Wehr setzen kann. Einfach geschrieben, einfach gestrickt, aber unterhaltsam.

Carly Phillips, Ein Kuss zu viel, Heyne, München 2014, aus dem Englischen übersetzt von Ursula C. Sturm, 436 Seiten:

Carly Phillips schreibt so, dass ich das Gefühl habe, schon etliche ihrer Romane gelesen zu haben. Mindestens ein weiterer war wohl auch dabei. Nachdem Nicole Sam kennengelernt hat, trennt sie sich von ihrem Verlobten, verlässt ihre geordnete und wohlhabende Welt und macht sich in einem kleinen Städtchen selbstständig. Dort verliebt sie sich in Sam, den Polizisten, der natürlich zunächst auch nichts Ernstes will. Die russische Mafia sorgt derweil für etwas Ablenkung von Sex und Kleinstadtcharme. Leichte Kost mit einem nichtssagenden deutschen Titel und einem unpassenden Titelblatt.

Friedrich Schiller, Wilhelm Tell:

Tahereh Mafi, Ich brenne für dich

Tahereh Mafi, Rette mich vor dir

Tahereh Mafi, Ich fürchte mich nicht

Marah Woolf, MondSilberNacht (MondLichtSaga Teil IV), SilberLicht, Magdeburg 2015, E-Book:

In diesem letzten Teil der MondLichtSaga erlebt Emma eine ihr unbekannte Welt, in der sie glücklich sein soll, wenn es nach ihrem Mann Calum geht. Der allerdings macht eine Veränderung durch, die nur noch wenig Liebe zurücklässt. Zu lange lässt sie sich von ihm befehlen, zu lange wird ihr nicht geglaubt. Ihr Kampf um ihn errettet beide und ihre Welten, doch das glückliche Ende kommt zu schnell. Zudem passt das letzte Kapitel, der Blick in die Zukunft, inhaltlich nicht vollkommen zu den Angaben in der Nachfolgerreihe „FederLeicht“. Auch in diesem E-Book finden sich etliche Zeichensetzungsfehler. Schnell zu lesen, aber auch recht schnell vergessen.

FederLeicht-Reihe

Elly Blake, Frost Blood, Hodder, London 2017, 371 Seiten:

Die Waise Ruby, ein Feuerblut, trifft auf der Suche nach den Mördern ihrer Mutter auf Arcus, ein Frostblut. Er hilft ihr bei ihrer Ausbildung, um im Gegenzug ihre Hilfe bei einem Angriff auf den Frostkönig zu erhalten. Dass Gegensätze sich anziehen, ist kein sonderlich neues Motiv, aber die Autorin lässt den Protagonisten Zeit, sich kennenzulernen. Als die Handlung an Fahrt zunimmt, gibt es noch ein paar Überraschungen. Eine gelungene Eröffnung der Reihe.

[…]

Sara Holland, Everless. Zeit der Liebe, Oetinger, Hamburg 2018, aus dem Englischen übersetzt von Sandra Knuffinke und Jessika Komina, 382 Seiten:

Der Beginn einer Reihe über eine Welt, in der menschliches Blut mit Hilfe von Alchemie zum Zahlungsmittel wird: Hier lebt der Adel vom Bluteisen der restlichen Bevölkerung, die wie alle Menschen Lebenszeit verliert, sobald sie ihr Blut in Münzen gießen lässt. Die weibliche Heldin arbeitet für eine der höchsten Familien des Landes, um ihren Vater vor dem drohenden Lebensende zu bewahren und erfährt dabei Geheimnisse, die sie selbst und das Königreich betreffen. Anfang und Ende sind holprig, insgesamt ist der Roman aber lesenswert.

Valentina Fast, Royal: Princess. Der Tag der Entscheidung, Impress/Carlsen, 2016, E-Book, gedruckt 323 Seiten:

In diesem Spin-off zur „Royal“-Reihe erzählt die Autorin die Geschichte der Schwester des Prinzen, die sich parallel zum Auswahlverfahen abspielt. Eine vorhersehbare, in ihrer erzählten Intensität unglaubwürdige Liebesgeschichte, in der die Ich-Erzählerin in der Rahmenerzählung erst von Feigheit spricht und zuletzt nicht wahrheitsgemäß zur Anführerin einer Rettungstruppe hochstilisiert wird.

Valentina Fast, Royal. Eine Liebe aus Samt, Impress/Carlsen, 2016, E-Book, gedruckt 274 Seiten:

Tanya und Henry flüchten in die Außenwelt, gewinnen Verbündete und versuchen gemeinsam mit ihnen, die Gefangenen im Palast und damit das Königreich von den Besatzern zu befreien. Diese Situation ist im Prinzip ausweglos, der Rettungsplan lächerlich, die Andeutungen und Wendungen der Handlung unnötig dramatisierend. Auch erzählerische Ungereimtheiten und ein für die Handlung unnötiger Tod trüben den Lesegenuss stark, während es der Autorin durchaus gelingt, durch Kapitel, die aus der Sicht von anderen Figuren als der weiblichen Heldin erzählt werden, jedem der vier männlichen Helden der Reihe Gewicht zu verleihen. Die Titel der Bände und auch die Cover stoßen mich eher ab: Sehr konventionell, abgedroschen, der Heldin nicht entsprechend. Nur die Glaskugel und ihre zunehmenden Risse gefallen mir.

Valentina Fast, Royal. Eine Hochzeit aus Brokat, Impress/Carlsen, 2015, E-Book, gedruckt 312 Seiten:

Es geht in die letzte Phase der Auswahl. Tanya wurde gefoltert, glaubt an einen glücklichen Ausgang – und wird abermals von Phillip enttäuscht. Nach Wochen der Verzweiflung versucht sie zunächst in ihrem alten Leben Fuß zu fassen, folgt dann aber ihrem Plan, Wächterin zu werden. Ihr treu zur Seite steht Henry, dessen Liebe die Sehnsucht nach Phillip aber nicht vertreiben kann. Auf der Hochzeit ihrer besten Freundin kommt es dann zu einem Überfall von außen. Der Sprache in diesem Band fehlt es an Tiefe und Stringenz zum Rest der Reihe. Sie erinnert in den Dialogen mehr an eine zeitgenössische Umgangssprache.

Valentina Fast, Royal. Eine Krone aus Alabaster, Carlsen, Hamburg 2017, 492 Seiten:

Tanya hat sich unwiederruflich verliebt, doch derjenige, den sie liebt, lässt sie weiterhin im Unklaren, belügt sie, drängt sich ihr einerseits auf und weist sie andererseits von sich. Die Titel, die die Kapitel tragen, sind wie auch im ersten Teil meist gelungen. Das Hin und Her der Hauptfiguren ist anstrengend, die Parallelen zu anderen Jugendromanen zu offensichtlich: Hier kommt nun „Die Tribute von Panem“ dazu. Wenn Tanya ohne Vorkenntnisse hervorragend mit Pfeil und Bogen umgehen kann, ist es gar lächerlich. Aber immerhin gewinnt die Figur durch verschiedene körperliche Aktivitäten so nicht nur an physischer Stärke.

Valentina Fast, Royal. Ein Königreich aus Glas, Carlsen, Hamburg 2017, 447 Seiten:

Eine deutschsprachige Autorin schreibt hier von einem utopischen Königreich, das nach dem zweiten Weltkrieg unter einer gigantischen Glaskuppel errichtet wurde und nach einem Atomkrieg abgeschottet von der Außenwelt weiter existiert. Dieses Reich sucht nun nach einer Prinzessin für den Kronprinzen. Ja, wie in der „Selection“-Reihe gibt es ein Auswahlverfahren, das von den Medien verfolgt wird. Sehr viel erinnert hier an diese Reihe: Der Widerwillen der weiblichen Hauptfigur, an der Auswahl teilzunehmen, das schnelle Verlieben, die beste Freundin, die Geheimnisse, die Bedrohung von außen. Neu ist die Riege von vier jungen Männern, die alle der Prinz sein könnten und um die nun die jungen Damen buhlen müssen. Sprachlich ist dieser Teil, der aus den beiden E-Publikationen „Ein Leben aus Glas“ und „Ein Königreich aus Seide“ besteht, auch durch verschiedene ältere Wendungen meist gut zu lesen.

Maggie Stiefvater, In deinen Augen, script 5, Bindlach 2012, aus dem Englischen übersetzt von Sandra Knuffinke und Jessika Komina, 490 Seiten:

In diesem letzten Teil der Reihe gibt es kaum noch etwas zu lachen: Sam und seine Freunde kämpfen um das Leben ihres Rudels, nachdem ein Mädchen tot im Wald aufgefunden wird. Das Ende der Reihe ist mir zu schwammig; möglich, dass die Autorin aus einer Nebenhandlung einen eigenen Roman entwickeln will. Die drei Titel der deutschen Übersetzung ergeben einen zum Inhalt der Reihe passende und wohlklingende Aussage.

Maggie Stiefvater, Ruht das Licht, script 5, Bindlach 2011, aus dem Englischen übersetzt von Sandra Knuffinke und Jessika Komina, 398 Seiten:

Grace und Sam haben zueinander gefunden und hoffen auf ein normales Leben. Doch während sie versuchen, sich um die Wölfe zu kümmern, verbieten ihre Eltern Grace den Kontakt zu Sam. Grace kämpft zudem mit einer Krankheit, die das geplante der Leben der beiden bedroht. In diesem Teil der Reihe kommen mehr Figuren zu Wort. Während mich die Songtexte Sams weiterhin nervten, brachten zwei Nebencharaktere, die hier etwas in den Vordergrund rückten, mich immer wieder zum Lachen. Gelungen ist die sprachliche Gestaltung von Sams Kaptiteln jedoch abseits der Songtexte: Seine Sensibilität und seine Liebe zur Sprache werden hier deutlich.

Maggie Stiefvater, Nach dem Sommer, script 5, Bindlach 2010, aus dem Englischen übersetzt von Sandra Knuffinke und Jessika Komina, 421 Seiten:

Ein 17-jähriges Mädchen sehnt sich seit einem Wolfsangriff, den sie als Kind überlebte, nach dem Leben im Wald, nach einem Leben als Wolf – und nach einem Wolf mit gelben Augen, dem sie damals begegnete. Dieser Wolf wird im Sommer zum Menschen und sehnt sich ebenso nach dem Mädchen. Neben der Liebesgeschichte steht auch das Familienleben der verschiedenen Figuren im Fokus. Auch damit gelingt es der Autorin, dem Werwolfsmythos neue Facetten abzugewinnen.

Susan Kreller, Schneeriese,Carlsen, Hamburg 2014, 205 Seiten:

Maggie Stiefvater, Rot wie das Meer, script 5, Bindlach 2012, aus dem Englischen übersetzt von Sandra Knuffinke und Jessika Komina, 429 Seiten:

Ein junger Mann arbeitet seit dem Tod seines Vaters auf dem Hof eines reichen Pferdebesitzers. Er liebt das Meer – und die Kreaturen, die jedes Jahr aus dem Wasser steigen: wilde, nach Blut gierende Pferde. Die Capaill Uisce werden von den Inselbewohnern einerseits gefürchtet, andererseits zu Reittieren ausgebildet, um dann mit ihnen am jährlichen, mit einem hohen Preisgeld dotierten Rennen teilzunehmen. Sean trainiert die Capaill Uisce. Puck liebt die Insel, auf der sie lebt, ihr Pferd und ihre beiden Brüder. Um ihren Hof zu retten, beschließt sie, an dem gefährlichen Rennen teilzunehmen. Origineller Stoff, der auf real existierenden Mythen basiert, und eine Handlung, die sich nicht zu schnell entwickelt. Leider verschleiert das sehr verschnörkelte und vornehmlich in Rot gehaltene Cover, dass es hier nicht um die typische Teenie-Liebe geht. Sams Abschnitte, überhaupt die gesamte restliche Konzeption, würden ansonsten sicherlich auch männliche Leser ansprechen.

Andreas Schlüter, Level 4 – Die Stadt der Kinder,

Jennifer Bosworth, Die Auserwählte, Goldmann, München 2013, aus dem Englischen übersetzt von Thomas Bauer, 412 Seiten:

Ein Mädchen wird nicht nur immer wieder vom Blitz getroffen, sondern hat auch zusammen mit ihrem Bruder und ihrer Mutter ein Erdbeben in der Stadt Los Angeles überlebt.  Es fällt schwer, der Ich-Erzählerin in diesem Roman durch ihre Erinnerungen zu folgen. Leichter wird dies, nachdem die beiden Gruppierungen, die um Mia streiten, vollständig eingeführt sind und die Handlung an Fahrt gewinnt. Die Figuren handeln nicht immer nachvollziehbar, aber menschliche Blitzableiter, die gegen einen fanatischen Sektenführer kämpfen müssen, erscheinen mir als origineller Einfall. Das Cover und der deutsche Titel schrecken jedoch eher ab. Lies hier meine ausführliche Rezension.

Alexa Hennig von Lange, Ach wie gut, dass niemand weiß …, cbt Verlag, München 2014, 393 Seiten:

Sina lernt Noah kennen und verliebt sich Hals über Kopf in ihn. Doch sie leben in verschiedenen Welten. Dass sie selbst nicht so verschieden sind, ist der Autorin und auch der Hauptfigur besonders wichtig. Leider ist auch der Roman nicht anders als der durchschnittliche zeitgenössische Liebesroman für jugendliche Leserinnen: klischeehaft erzählt, wenn auch nur in einem Buch, statt in einer Reihe. Lies hier meine ausführliche Rezension.

Erin Watt, When it’s real, Harlequin Teen, 2017, 416 Seiten:

Armes Mädchen trifft auf reichen Jungen. Er hilft ihr finanziell, sie ihm emotional. Natürlich können sie einander zunächst nicht ausstehen. Natürlich ist er ein Badboy und sie ist intelligent, elternlos und 17 Jahre alt. Wie sie allmählich einander näherkommen, dass sie erst für ihn arbeitet und er ein Popstar ist, wurde so zwar nicht zum ersten Mal erzählt, war aber recht unterhaltsam und für mich eine Abwechslung zur Fantasy-/Science-Fiction-Lektüre. Allerdings sollten die beiden Autorinnen, die hinter dem Pseudonym stecken, etwas mehr an ihren Charakteren feilen: Die handeln nämlich nicht immer plausibel oder nachvollziehbar ihrer anfänglichen Konzeption gemäß, sondern eher so, wie der Plot es gerade verlangt. So büßen sie aber Glaubwürdigkeit und Sympathien ein.

Erin Watt, Fallen Heir

Erin Watt, Tarnished Crown (The Royals III.5), 2017 bei Wattpad erschienen:

Hier wendet sich das Autoren-Duo dem ältesten Royal-Bruder und seiner Auserkorenen zu. Das muss man den Jungs schon lassen: Wenn sie sich erst einmal verlieben, dann (konzeptionell) für immer. Die Handlung wird von beiden Hauptfiguren zum Teil in Rückblenden erzählt. Gideon gewinnt dabei an Profil und Sympathie. Allerdings konnten die Autorinnen mir meiner Meinung nach nicht plausibel erklären, wie eine Frau es mit ein paar Nacktfotos schafft, einen Teenager zu Sex zu zwingen, wenn dieser Teenager einen einflussreichen Daddy hat. Und wenn Susanna von diesem Druckmittel wusste, ist mir auch nicht klar, warum sie dann meint, Gideon habe sie betrogen, wenn er es doch zu ihrem Schutz tat. Unausgegoren, aber zuweilen unterhaltsam, wenn dieser junge Mann um seine Frau kämpft.

Erin Watt, Twisted Palace (The Royals III), EverAfter Romance, 2016, 370 Seiten:

Das selbstbewusste, eigenständige und durchsetzungstarke Mädchen aus dem Anfang des ersten Bandes ist kaum noch zu erkennen. Ella lässt sich von einem Erwachsenen, der gerade erst in ihr Leben getreten ist, ihr Leben durcheinander bringen. Es ist erst wenige Wochen her, dass ich den Band las, und schon verblasst die Handlung. Gelungen war das Gespräch der Schülerinnen über ihre Eltern und deren Erziehungsmethoden auf der Schultoilette. Insgesamt eine seichte, auf Sex und schnelles Konsumieren hin konzipierte Reihe, die es ja immerhin schaffte, dass ich sie in einem Rutsch las.

Erin Watt, Broken Prince (The Royals II), EverAfter Romance, 2016, 370 Seiten:

Die Heldin durfte kurz etwas Glück erfahren, doch in diesem Teil ereilt sie ein äußeres Unglück nach dem anderen. Anstatt ihre inneren Konflikte zu beschreiben – Was bedeutet es, nun reich zu sein? Ändern sich nun ihre Wünsche? – wird sie bombardiert von Ereignissen, die ihre innere Entwicklung in den Hintergrund drängen. Und so verliert die Figur ihre Charakterstärke. Die Frage, ob ein Mensch einem anderen ein Verhalten, wie es im ersten Band dargestellt wird, verzeihen kann und sollte, wird nicht genügend behandelt. Wichtige Episoden werden nicht erzählt, die Sexszenen gestalten sich schnell als detailliert, aber eintönig.

Erin Watt, Paper Princess (The Royals I), EverAfter Romance, 2016, 370 Seiten:

Eine aufmüpfige und rotzfreche 17-Jährige? Danke, mehr davon! Arm und verwaist wird Ella von einem reichen Gönner in seine Familie voller Söhne aufgenommen. Brachial-lächerlich ist, dass diese Familie „Royal“ heißt, unfassbar reich ist und alle Jungs pubertierende heiße Kerle sind. Ella schlägt sich wacker gegen die grausamen und erniedrigenden Attacken der Jungs, doch dann kommen Verlangen und schließlich Liebe auf. Vom Verlag für Leser ab 17 Jahren gedacht, doch ich stimme der Amazon-Rezensentin C. Hobbins zu: Ich will nicht, dass Jugendliche diesen Alters glauben, Liebe entstünde aus Erniedrigung.

Cynthia Hand, Unearthly: Himmelsbrand, Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek bei Hamburg 2013, aus dem Englischen von Isabell Lorenz übersetzt, 440 Seiten:

Im dritten und letzten Teil der Reihe muss Clara, die nun Studentin ist, ungewöhnliche Allianzen eingehen und auf den literarischen Spuren des Orpheus in die Hölle gehen. Ihr treuer Begleiter lässt sie nicht im Stich, doch ihr Liebesleben ist weiterhin ein Chaos. Der Schluss ist unbefriedigend, etwas schnell verfasst vielleicht.

Cynthia Hand, Unearthly: Heiliges Feuer, Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek bei Hamburg 2012, aus dem Englischen von Isabell Lorenz übersetzt, 349 Seiten:

Clara erfährt immer mehr über die Welt der Engel, zu der sie gehört, auch wenn ihre Mutter weiterhin Geheimnisse vor ihr hat. Sie erfährt auch, dass Liebe von Vertrauen lebt und durchleidet eine große Tragödie. Leider erscheinen die männlichen Protagonisten hier wie Gestaltenwandler: Ihre Charakter sind flüssig, passen sich dem Erzählziel der Autorin an und verlieren deshalb meine Sympathie. Die Heldin ist unentschlossen und nicht in Gänze zur Reflexion fähig.

Cynthia Hand, Unearthly: Dunkle Flammen, Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek bei Hamburg 2012, aus dem Englischen von Isabell Lorenz übersetzt, 429 Seiten:

Ein junges Mädchen muss eine Aufgabe erfüllen, die sich ihr nur in kurzen Eindrücken in Form von Visionen offenbart. Begleitet von ihrer Mutter und ihrem Bruder muss dieser Engel nicht nur herausfinden, was genau sie tun soll, sondern auch, wen sie liebt und wie weit sie für diese Liebe von dem vorgegebenen Pfad abzuweichen bereit ist. Mancher erzählerische Kniff ist vorhersehbar. An einigen Stellen ist die Handlung nicht vollständig durchdacht bzw. nicht genau genug vom Lektorat geprüft worden. Aber ich war froh über Engel als Träger der Handlung  – wobei diese Helden in der Literatur nicht neu sind. Bisher griff ich nur nicht nach Romanen mit diesem Fokus. Außerdem gibt die Autorin den Erzählsträngen Zeit: Die Handlung zieht sich über mehrere Monate, nicht nur über ein paar Wochen.

Shannon Messenger, Let the Wind Rise (Sky Fall), Simon Pulse, New York 2016, 416 Seiten:

Treffende Überschrift für den dritten Teil der Reihe, in dem Audra wieder mehr der Person aus dem ersten Teil gleicht, Vanes Humor die Handlung erfrischend unterbricht, und die irre Mutter immer wieder für eine Überraschung gut ist. Die Welt ist nicht nur schwarz und weiß und Fliegen muss großartig sein.

Shannon Messenger, Let the Storm Break (Sky Fall), Simon Pulse, New York 2014, 400 Seiten:

Fortsetzung der Geschichte um Audra und Vane, der mit Bekanntem – die Liebenden werden wie gewohnt im zweiten Teil voneinander getrennt – und mit Überraschendem aufwartet. Auch in diesem Teil ist Vane der sympathischere Charakter. Ihre Liebe löst sich vom Schicksalhaften und wird zu einem Bund, der auf Gefühl und bewusster Entscheidung basiert.

Shannon Messenger, Der Kuss des Windes. Sturmkrieger, cbt, München 2015, aus dem Englischen von Heide Horn und Christa Prummer-Lehmair übersetzt, 535 Seiten:

Ein Junge träumt seit seiner Kindheit immer wieder von einem Mädchen, bis sie eines Tages wirklich vor ihm steht und ihm etwas Unglaubliches über ihn offenbart. Einfache Konstellation, aber ungewohnte Perspektive:  Dieser Junge liebt das Mädchen, bevor er sie offiziell kennenlernt. Sie ist hier die Toughe, sie ist die Trainerin. Er ist der Auserwählte, kreischt ab und zu und kommt im Wechsel mit ihr zu Wort. Seine Worte sind die unterhaltsameren. Es gibt Rivalen, es gibt einen fiesen Bösewicht und es gibt Verräter. Gelungener Jugendroman, der mit typischen Rollenzuweisungen spielt. Ach ja, es geht nicht um Vampire, Hexen oder Götter.

Cecilia Ahern, Pefect (Flawed 2), Feiwel & Friends, 2017, 351 Seiten:

Celestine, die „Fehlerhafte“, akzeptiert sich selbst als Aushängeschild und Anführerin einer gesellschaftlichen Revolution. Warum sie das plötzlich tut, wird nicht erzählt. Dieser zweite und letzte Teil der Reihe nutzt verschiedene bekannte Motive aus Entwicklungsromanen und Dystopien, allerdings fehlt das erzählerische Können, das man zum Beispiel bei „Die Tribute von Panem“ erkennt.

Cecilia Ahern, Flawed. Wie perfekt willst du sein?, Fischer FJB, Frankfurt am Main 2016, aus dem Englischen von Christine Strüh und Anna Julia Strüh übersetzt, 478 Seiten:

In einer Welt, in der gesellschaftliches Fehlverhalten mit dem Ausschluss aus dieser Gesellschaft bestraft wird, zeigt ein Mädchen Mitgefühl, das den Regeln bisher gern folgte und die Logik als Handlungsmaxime versteht. Dieser „Fehler“ macht sie erst selbst zur Ausgestoßenen und dann zum Spielball verschiedener politischer und gesellschaftlicher Gruppierungen. Einige interessante Ideen und eine Heldin, die ihre tatsächlichen Fehler erkennt und an ihnen wächst, aber auch erzählerische Ungenauigkeiten und editorische Mängel kennzeichnen diesen ersten Roman einer zweiteiligen Reihe. (Eine ausführliche Rezension findest du hier.)

Mary E. Pearson, The Remnant Chronicles: The Beauty of Darkness, Henry Holt, 2016,  688 Seiten:

Der Prinzessin gelingt mit ihren Begleitern die Flucht aus Venda, doch obwohl es sie zurück nach Hause zieht, weil sie von der Bedrohung ihres Königreiches weiß, begleitet sie ihren Auserwählten zunächst zurück in dessen Reich. Der bisherige Kampf hat sie stark mitgenommen und verändert. Um ihre Familie und ihr Volk zu retten, verlässt sie den einen Mann, den sie liebt, begleitet von dem anderen, der sie liebt. In Morrighan wird das Ausmaß der Intrigen deutlich. Die Handlung mündet in einer abschließenden Schlacht, die die Machtverhältnisse des gesamten Kontinents verändert. Der deutsche Verlag teilte diesen Roman in zwei Bücher. Leider sind hier nicht alle Handlungsstränge glaubwürdig. Das Ende kommt nach all der Ruhe, die sich die Autorin sonst zum Erzählen nimmt, zu schnell und wirkt unausgegoren.

Mary E. Pearson, The Remnant Chronicles: The Heart of Betrayal, Macmillan USA, 2015, 480 Seiten:

Die Prinzessin und ihr Auserwählter sind in diesem zweiten Teil der Reihe gefangen in der Hauptstadt des Gegners. Sie müssen ihre Liebe leugnen, scheinen niemandem vertrauen zu können und sehen aneinander nur selten ohne Wache. Ihre Liebe wächst, doch auch Lias Zuneigung zum Volk Vendas und ihr Zutrauen in ihre Gabe gewinnen an Kraft. Die Handlungsstränge aus dem ersten Teil werden gekonnt weiterentwickelt, ebenso die Beziehungen der verschiedenen Figuren. Ein komplexes und gut durchdachtes Werk und deshalb der beste Teil der Reihe.

Mary E. Pearson, Die Chroniken der Verbliebenen: Der Kuss der Lüge, Bastei Lübbe, Köln 2017, aus dem Englischen übersetzt von Barbara Imgrund, 556 Seiten:

Am Tag ihrer Hochzeit flieht eine Prinzessin in eine entlegene Provinz des Reiches ihrer Eltern, um ein einfaches, aber selbstbestimmtes Leben zu führen. Dort trifft sie auf zwei Männer – ohne zu wissen, dass beide sie aus unterschiedlichen Gründen suchen. Die Welt dieser Figuren ist gekennzeichnet durch Gläubigkeit, Legenden und Vorsehung, aber auch durch Krieg und Gewalt. Alle drei Hauptfiguren kommen zu Wort. Der Autorin gelingt es auch dadurch, mich als Leserin zu fesseln. Erster Teil einer Reihe. (Eine ausführliche Rezension findest du hier.)

Yves Grevet, Nox. Unten, dtv (Reihe Hanser), München 2015, aus dem Französischen übersetzt von Stephanie Singh, 319 Seiten:

Dystopie einer Stadt, in der die Höhe des Wohnortes über Status, Gesundheit und gesellschaftliche Teilhabe entscheidet. Erzählt aus der Perspektive dreier Jugendlicher, die früh Verantwortung übernehmen wollen und müssen. Erster Teil einer Reihe, dem es gelingt, die (Lebens-)Gefahren plausibel und fesselnd darzustellen.

Jo Watson, Kopf aus, Herz an, Bastei Lübbe, Köln 2017, aus dem Englischen übersetzt von Hannah Brosch und Barbara Först, 314 Seiten:

Die Lebenspläne einer jungen Frau werden erst von ihrem Verlobten und dann von einer Begegnung im Flugzeug nur kurzfristig auf Eis gelegt. Sie erlebt sich neu, ihre Reise liest sich aber wie der Blog vieler junger Backpacker. Amüsant sind die Passagen, in denen sie den Leser direkt anspricht.

Victoria Aveyard, Goldener Käfig, Carlsen Verlag, Hamburg 2017, aus dem Englischen übersetzt von Birgit Schmitz, 635 Seiten:

Obwohl die Helden in diesem Teil lange getrennt gegen den Feind kämpfen müssen, ist die Liebesgeschichte glaubwürdiger, die Charaktere entwickeln sich und es bleiben Stoff und Spannung für einen vierten Teil übrig.

Victoria Aveyard, Gläsernes Schwert, Carlsen Verlag, Hamburg 2016, aus dem Englischen übersetzt von Birgit Schmitz, 570 Seiten:

Im Kampf gegen die Ungerechtigkeit der Gesellschaft sucht Mare in diesem Teil nach Menschen, die so sind wie sie, um diese zu schützen und die Rebellion voranzutreiben. Die Figuren gewinnen in diesem Teil an Tiefe. Allerdings stören die vielen Wiederholungen der Fehler, die sich die Hauptfigur immer wieder gedanklich vorhält.

Myron Levoy, Ein Schatten wie ein Leopard, dtv pocket, München 2008 (19. Auflage), aus dem Englischen übersetzt von Elisabeth Epple, 189 Seiten:

Ein 14-Jähriger, der auf der Suche nach sich selbst durch New Yorks Straßen streift, Leute ausraubt, ein Macho sein will und dabei auf die Kunst trifft. Reich an Themen und sprachlichen Bildern.

Victoria Aveyard, Die rote Königin, Carlsen Verlag, Hamburg 2015, aus dem Englischen übersetzt von Birgit Schmitz, 507 Seiten:

Die Ausgangskonstellation um die 17-jährige weibliche Hauptfigur und der Titel lassen Spannung und einen Kampf um die Liebe erwarten. Mutet wie eine Mischung aus „Die Tribute von Panem“ und  der „Selection“-Reihe an. Allerdings fehlt es den Figuren an Tiefe und Schärfe, weshalb auch die Ausgestaltung der Beziehungen oberflächlich bleibt. Erster Teil einer Reihe.

Isabel Abedi, Lucian, Arena Verlag, Würzburg 2012, 559 Seiten:

Liebesgeschichte um eine knapp 17-jährige Hamburgerin, die sich für die Figuren und die Handlung Zeit nimmt. Leider trifft das nicht auf den Schluss zu. Hier scheint die Autorin die einfache Variante gewählt zu haben, die jegliche Interpretation dem Leser überlässt und daherkommt, als hätte jemand vorgespult.

Aprilynne Pike, Earthbound-Reihe:

  • Der Kuss der Göttin, cbj, München 2013, 416 Seiten, aus dem Englischen von Karen Gerwig,

  • Die Liebe der Göttin, cbj, München 2014, 412 Seiten, aus dem Englischen von Karen Gerwig,

  • Earthrise, als E-Book im englischen Original gelesen:

Eine nach einem Flugzeugabsturz versehrte Vollwaise entdeckt sich selbst neu und muss dabei die Welt retten und sich zwischen zwei Männern entscheiden. Bevor ihr das gelingt, müssen sehr viele Menschen sterben; die Apokalypse erinnert an Blockbuster, in denen ein Wolkenkratzer nach dem anderen wie ein Kartenhaus zusammenfällt. Das Liebesdreieck lässt mitfiebern, auch wenn einer der Kandidaten überzeugender gezeichnet ist. Der Schluss ermöglicht eine weitere Fortsetzung.

Nina Blazon, Der dunkle Kuss der Sterne, cbt, München 2014, 528 Seiten:

Traumhaft gestaltete Welt zwischen „1001 Nacht“, „Star Wars“ und „Panem“. Eine weibliche Heldin, die sich erst verliert und dann an ihren Aufgaben wächst und erstarkt. Eine Liebe, die sich entwickelt. Gewandtes, bildreiches Erzählen, ausgereifte, abgeschlossene Handlung. (Eine ausführliche Rezension findest du hier.)

Jennifer L. Armentrout, Obsidian-Reihe, Carlsen, München ab 2014, aus dem Englischen übersetzt von Anja Malich:

  • Prequel: Shadows, auf Englisch als E-Book gelesen (irgendwann zwischen den Oblivion-Bänden?),

  • Obsidian. Schattendunkel,

  • Onyx. Schattenschimmer,

  • Opal. Schattenglanz,

  • Origin. Schattenfunke (beide Perspektiven),

  • Opposition. Schattenblitz (beide Perspektiven),

  • Oblivion. Lichtflüstern (Perspektivwechsel, „Obsidian“-Handlung),

  • Oblivion. Lichtflimmern („Onyx“-Handlung):

Unscheinbar erscheinendes Mädchen trifft auf den augenscheinlichen Badboy, der ihr Leben völlig auf den Kopf stellt. „Twilight“ lässt grüßen. Die Liebe darf sich hier für ihre Entfaltung Zeit nehmen, doch insgesamt passieren den Figuren zu viele (schreckliche) Dinge und die Reihe aus der Sicht der männlichen Hauptfigur fügt der Erzählung kaum Neues hinzu. Der letzte Teil wird im nächsten Jahr erwartet.

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