Quentin Tarantino: Once Upon a Time … in Hollywood (2019)

Tarantino erzählt in seinem neuesten Film ein Märchen.

Ein Märchen, das einem immer wieder Angst macht.

Ein Märchen, das einen vollen Kinosaal zum Lachen bringt, weil auf der Leinwand Blut fließt. Das kennt man von ihm. Diese Brutalität, die Abscheu und zugleich Freude erzeugt.

Dieses Märchen hätte kein Blut gebraucht.

Film und Fernsehen werden von Tarantino ironisch betrachtet und zugleich in zig Einstellungen und Szenen gefeiert.

Die Helden dieses Märchens erscheinen trotz ihrer auch großen Fehler sympathisch. Ihre Leben sind erbärmlich, lachhaft, menschlich.

Die bösen Gegenspieler sind zierlich, wunderlich, angsteinflößend in ihrer lasziv-unschuldigen Erscheinung, lächelnd in Kampfbereitschaft.

Leonardo DiCaprio ist ein begnadeter Schauspieler; es ist eine Freude seinem Gesicht beim Wechsel der Emotionen zuzuschauen.

Brad Pitt gelingt es, den Haudegen-Freund mit psychopathischen Tendenzen so zu spielen, dass ich nicht permanent den Schauspieler sehe.

Sharon Tate wird hier als liebenswerte, über dem Boden schwebende und das Leben genießende junge Frau dargestellt und Margot Robbie macht das glaubhaft.

„California Dreamin’“ ist ein wunderbares Lied, das die Pointe dieses Märchens unterstreicht.

Danke für die Überraschung, Mr. Tarantino!

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