Anfang der Woche: Der Kuss der Lüge

„Das Ende der Reise. Das Versprechen. Die Hoffnung.

Erzähl mir noch einmal davon, Ama. Erzähl mir von dem Licht.

Ich durchforste mein Gedächtnis nach einem Traum. Einer Geschichte. Einer verschwommenen Erinnerung.

Ich war jünger als du, Kind.

Die Grenze zwischen Wahrheit und Überleben löst sich auf. Die Not. Die Hoffnung. Meine eigene Großmutter, die mir Geschichten erzählte, um mich satt zu kriegen, weil es nichts anderes gab. Ich betrachte dieses kleine Mädchen. So spindeldürr. Nicht einmal im Traum weiß sie, was ein voller Magen ist. Und dennoch ist sie voller Hoffnung. Voller Erwartung. Ich ergreife sie an den dünnen Armen und ziehe ihren federleichten Leib auf meinen Schoß.

Es war einmal eine Prinzessin, …“

Mary E. Pearson, Die Chroniken der Verbliebenen: Der Kuss der Lüge, Bastei Lübbe, Köln 2017, aus dem Englischen übersetzt von Barbara Imgrund, S. 7.

 

Verwirrt? Wunderbar! Geht mir noch immer so, auch wenn sich der Vorhang der Verwirrung und der Andeutungen langsam lichtet. Meine Rezension zu diesem Roman findest du hier.

 

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